Am letzten Tag vor der Kommunalwahl hatten alle Parteien einen großen Stand auf der Friedberger Kaiserstraße. Mit Waffeln, Getränken und Flyern wurde um Stimmen geworben.
DIE LINKE. hat mit einer kleinen Demonstration auf das wichtigste kommunale Thema aufmerksam gemacht: Wohnen macht arm! Die Miete frisst die Löhne auf.
Eine Million Sozialwohnungen fehlen! Die Wohnungsnot im unteren Preissegment triebt die Mieten hoch. Doch die anderen Parteien machen nichts dagegen – Es werden keine Sozialwohnungen gebaut. Von dieser Misere sind 21 Millionen Menschen betroffen!
Der Paritätische Wohlfahrtsverband hat mit einer Studie herausgefunden, dass unter den gegenwärtigen Bedingungen Wohnen vielerorts und millionenfach arm macht. Die Ursachen dafür sind die Wohnkosten, die vor allem für Menschen mit niedrigem Einkommen eine besondere Belastung darstellen. In der Tendenz gilt: Je niedriger das Einkommen, desto höher sind die relativen Ausgaben für Wohnen. Betrachten wir die verfügbaren Einkommen, ist die Ungleichheit höher. Die im Alltag erlebte Armut fällt größer aus. Nach Abzug der Wohnkosten rutschen die verbleibenden Einkommen in den Armutsbereich.

