LINKE Hartz4-Hilfe Wetterau

Wo erhalten Sie Rat und Hilfe, wenn es Probleme mit dem Jobcenter oder bei der Sozialhilfe gibt? Wer hilft beim Ausfüllen von Formularen? Wer hört sich auch mal Sorgen oder Schwierigkeiten an und begleitet Sie zu Behördenterminen?
Die „Linke Hartz4-Hilfe Wetterau“ wurde von Menschen gegründet, die Erfahrung mit Hartz4 gemacht haben.

665 15 8 2019 Vortand H4 Hilfe (v.l.n.r.) Peter Eickmann (Kasse), Anja ElFechtali (Vorsitzende), Karlheinz Hofmann (stellvertretender Vorsitzender)

Der Verein bietet:

  • ehrenamtlich Sprechstunden im Roten Laden an
    (Usagasse 23, Friedberg).
  • Jeden Montag von 14 bis 16 Uhr und jeden Donnerstag von 16 bis 18 Uhr (werktags) können Sie Rat und Hilfe erhalten.
  • Wenn Sie das möchten, können Sie sich auch selbst engagieren.
  • Email: Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!

 

Aktuell:

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Sprechstunde im Corona-Modus

Roter Laden: Die Sprechstunde der Linken Hartz4-Hilfe findet im Corona-Modus statt.
Es kann nur eine Person vorsprechen. Sollte ein/e Übersetzer/in nötig sein, muss der Sicherheitsabstand von 1,5 Metern eingehalten werden. Jede Person muss einen Mundschutz tragen.
Die Sprechstunde findet in den üblichen Zeiten statt:
Montags von 14 bis 16 Uhr und donnerstags von 16 bis 18 Uhr.
Das Telefon ist in dieser Zeit besetzt: 06031 1695707.
Man kann sich auch anmelden: 0175 3561805 und vorab klären, ob man persönlich kommen muss oder ob auch telefonische Unterstützung ausreicht.

 

 

Sprechstunden im Roten Laden

Corona erfordert Veränderungen bei der Sprechstunde

Ab 6. April 2020 werden wieder Sozialsprechstunden stattfinden. Allerdings in veränderter Form, um Ansteckungen zu vermeiden.

In den gewohnten Sprechzeiten – montags von 14 bis 16 Uhr und donnerstags von 16 bis 18 Uhr - ist das Telefon im Roten Laden besetzt. Die Nummer ist 06031 1695707.

Außerdem wurde ein gut geschützter Schalter eingerichtet, den man in Notfällen aufsuchen kann. Für einen Termin ist eine telefonische Anmeldung notwendig, da immer nur eine Person am Schalter sein kann. Das Nottelefon ist unter 0175 3561805 erreichbar und dort können Termine vereinbart werden. 


 

Vierter Sozialgipfel der Hessischen Linken: 15 Jahre Hartz IV - es reicht!

Am 30. November 2019 fand in Marburg der vierte Sozialgipfel der Hessischen Linken statt.
Unser Verein "Linke Hartz4-Hilfe Wetterau" beteiligte sich an der Vorbereitung und übernahm zwei Arbeitsgruppen.

Unter dem Titel "10 Jahre Hartz IV - es reicht!" wurden verschiedene Aspekte der Agenda 2010 beleuchtet.

Besonders spannend war es, den beiden Wissenschaftlern zuzuhören: Dr. Christoph Butterwegge und Dr. Michael Klundt. Beide beschäftigen sich schon lange mit Armut/Kinderarmut und zerlegten die Agenda 2010 sehr faktenreich. Hartz4 ist Ungleichheit per Gesetz! Nach 15 Jahren ist klar, wem das nützt: den Reichen und Superreichen!

 

 

 

Viertes Forum der Linken Hartz4-Hilfe: Ist das möglich? Klima retten ohne soziale Gerechtigkeit?

Derzeit dreht sich alles ums Klima. Und tatsächlich muss der CO2-Anstieg dringend gestoppt werden! Die dadurch entstehende Erderwärmung wird drastische Folgen haben. Man muss also handeln! Doch das Klimapaket der Bundesregierung wird lediglich das politische Klima in unserem Land weiter verschlechtern: Die Hauptklimakiller werden nämlich nicht zur Kehrtwende gezwungen.

 

 

 

 

 

 

Anja ElFechtali,
Vorsitzende der Linken Hartz4-Hilfe,
eröffnet das Forum.

 

 

Fast Zweidrittel aller CO2-Emissionen werden von 100 Konzernen verursacht. Aber mit denen legt sich die Regierung nicht an. Stattdessen sorgt sie mit einem Flickwerk aus Subventionen und der Belastung der Verbraucher dafür, dass Klimaschutz gerade bei den Ärmeren und der unteren Mittelschicht eher unpopulär bleibt.
Die Klimadebatte darf nicht dazu führen, dass diejenigen die Zeche zahlen müssen, die bislang für jede Krise aufkommen durften. Dann wird sie nicht gelingen!

Refrent/inn/en und Diskussionspartner/innen waren
Werner Rügemer, Publizist,
Michael Erhardt, Bevollmächtigter der IG-Metall,
Sabine Leidig, Bundestagsabgeordnete der Linken.

 

Denn egal ob es um die Luftverschmutzung geht, um die knappen Wasserressourcen, gesunde Ernährung, die Möglichkeiten für Mobilität, um Energieeinsparungen oder sauberen Strom - für Menschen mit niedrigem Einkommen sind zusätzliche Belastungen kaum leistbar.

In der Klimasebatte geht derzeit fast gänzlich unter, dass mehr als 20 Prozent der Bevölkerung arm sind oder von Armut bedroht. Diese Menschen können keine CO2-Umlage vorstrecken, die sie am Ende des Jahres eventuell zurückbekommen. Und selbst bis hinein in die Mittelschicht ist fehlender bezahlbarer Wohnraum das größere Problem und weniger die energetische Sanierung. Für viele Menschen ist es wichtig, mit dem Geld den Monat zu überstehen und weniger, ob die Lebensmittel Biostandards entsprechen. Und weil der Öffentliche Nahverkehr oft teuer oder gar nicht vorhanden ist, benötigen sie weiterhin ein Auto.

Es braucht also andere Konzepte, als die Bundesregierung sie derzeit anbietet.
Aber welche?
Darüber wurde am 19. November 2019 in der Friedberger Stadthalle lebhaft diskutiert.
Wer Informationsmaterial für einen sozial-ökologischen Umbau haben will, kann montags von 14 bis 16 Uhr und donnerstags von 16 bis 18 Uhr im Roten Laden vorbeikommen.

Werner Rügemer   Dr. Werner Neumann, BUND Hessen

Gute Idee von der MIEG: Balkonsolaranlagen   Eine engagierte Debatte!

Armut ist keine Frage der Einstellung. Armut ist eine Folge von Niedriglöhnen und unsozialen Hartz-Gesetzen

Diese Pressemitteilung wurde leider in der Wetterauer Zeitung nicht überall und auch nur stark gekürzt abgedruckt.
Wir antworten damit auf einen Artikel in der WZ vom 14. Oktober 2019.

„Der Artikel in der Wetterauer Zeitung vom 14. Oktober 2019 „Sie wollen keine Almosen“
schliddert knapp an der Unverschämtheit vorbei“, sagt Anja ElFechtali, Vorsitzende des Vereins
„Linke Hartz4-Hilfe Wetterau“.
In diesem Artikel wird der Vorsitzende der Friedberger Tafel, Peter Radl, zitiert. Er bezeichnet
Armut als eine innere Haltung und streitet ab, dass es eine Definition für Armut gäbe. Das ist
falsch, denn es gibt sehr wohl gültige Definitionen für Armut und Armutsgefährdung. So definiert
die Europäische Union Menschen als armutsgefährdet, wenn ihr Einkommen unter 60 Prozent des
Medianeinkommes liegt. Dies ist auch die gültige Definition der Bundesregierung.
„Wenn Radl diese Armutsdefinitionen in Frage stellt, reiht er sich bei den politischen Kräften ein,
die die staatlichen Leistungen abbauen wollen. Auch diese bestreiten eine Armutsgrenze“, ärgert
sich ElFechtali. „Getoppt wird das noch durch die Aussage: Wir brauchen die Menschen (…) um
den Gedanken der Nachhaltigkeit umzusetzen.“
ElFechtali sieht darin eine Alibiaussage: „Menschen aus stabilen gesellschaftlichen Verhältnissen
wollen ihr Gewissen beruhigen und nichts an den Ursachen der Armut ändern. Unter dem
Deckmantel der Nachhaltigkeit wird nicht deutlich, dass soziale Rechte abgebaut wurden und
deshalb heute von mildtätigen Einrichtungen wie der Tafel abgefangen werden müssen.
Natürlich sei es ein Problem, dass so viele Lebensmittel weggeworfen werden Doch es gebe auch
andere Möglichkeiten, als die Tafeln. Supermärkte könnten beispielsweise die Lebensmittel stark
verbilligt abgeben.
„Dass man arme Menschen braucht, um Nachhaltigkeit umzusetzen, ist zynisch!
Nachhaltigkeit geht ALLE Gellschaftsgruppen an. Das geht ohne die Tafeln! Zum Beispiel mit
ausreichenden Mindestlöhnen, mit einer ausreichenden Grundsicherung und ausreichenden
Renten. Nachhaltigkeit betrifft nicht nur die armen Menchen und kann nicht mit Mildtätigkeit
umgesetzt werden.“

Einladung zum vierten Forum der Linken Hartz4-Hilfe

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