Wahlprüfsteine zur Kommunalwahl am 15.03.2026 an die Fraktionen im Karbener Stadtparlament
Nachtfahrverbot für Mähroboter (Igelschutz) als kommunale Satzung
Mähroboter stellen eine enorme Gefahr für Igel und andere in unseren Gärten lebende Tiere dar. Insbesondere wenn diese nachts eingesetzt werden können Igel schwere Verletzungen bekommen, die bis zum Tod der Tiere führen können. Kommunen können den Einsatz von Mährobotern z.B. in der Nacht per Satzung verbieten.
Ja, ich befürworte diese Forderung
Einführung des Stromspar-Checks
Ein dauerhaftes Angebot für kostenlose Stromspar-Checks für Wohnungseigentümer aber auch Mieter kann im privaten Umfeld helfen Energie einzusparen. Energieeinsparung und -effizienz sind wichtige und unentbehrliche Unterstützer der Energiewende, die maßgeblich dazu beitragen können die Umstellung auf erneuerbare Energien so schnell wie möglich umzusetzen.
Ja, ich befürworte diese Forderung. Es braucht jedoch auch Sozialtarife für Strom, denn viele Menschen haben Schwierigkeiten die Stromrechnung zu bezahlen.
Flächenverbrauch reduzieren (Baulücken schließen, Aufstockungen…)
Karben ist eine Kommune innerhalb des „Frankfurter Bogens“. Trotzdem sehen wir die immer neuen -flächenfressenden- Baugebiete, die das örtliche Angebot an Wohnraum verbessern sollen, kritisch. Stattdessen halten wir die Schließung von Baulücken, Aufstockungen bereits bestehender Gebäude und der Neubau auf bereits bebauten Grundstücken zielführender, um einen immer weitergehenden Flächenverbrauch der freien Landschaft reduzieren. Stattdessen könnten mehr Grünflächen entstehen, die dazu beitragen, Karben zu einer Schwammstadt zu machen. Auf unversiegelten Böden kann Regenwasser versickern, was zu einem höheren Grundwasserspiegel und damit einer dauerhaften Trinkwasserversorgung beiträgt.
Ja, ich befürworte diese Forderung. Die Linke hat sich in der Stadtverordnetenversammlung für ein langfristiges Konzept ausgesprochen, wie sich Karben entwickeln soll: Wo soll Wohnraum entstehen, wo Gewerbe angesiedelt werden, wo sollen Freiflächen erhalten bleiben und wie sichern wir Frischluftschneisen. Wohnraum – insbesondere bezahlbare Mietwohnungen – sind wichtig. Aber wenn schon gebaut wird, dann flächensparend – das heißt: weg von den flächenfressenden Einfamilienhäusern und dafür höhere Stockwerke.
Bebauungspläne ökologisch ausrichten
Für zukünftige Bebauungspläne sollten die Kommunen Grundsätze vorgeben, die im jeweiligen Bebauungsplan zu beachten und umzusetzen sind. Dies wird auch bereits von einigen Kommunen umgesetzt. Dabei geht es z.B. um eine solarfreundliche Ausrichtung der Dächer, um Vorgaben zur gemeinsamen Energie- und Wärmeversorgung in Neubaugebieten und um die Berücksichtigung von Naturschutzmaßnahmen.
Ja, ich befürworte diese Forderung. Für eine Versorgung mit Fernwärme wäre die Abwärme des geplanten Rechenzentrums zu nutzen (wenn man es schon baut). Leider ist dafür der Standort nicht sonderlich geeignet. Ich befürchte, die Abwärme wird weitgehend verpuffen.
Kommunale Biodiversitätsstrategie entwickeln
Kommunen sollten für ihr Gemeindegebiet eine Planung erstellen, die die Biodiversität schützt und entwickelt. Konkrete Maßnahmen zur Biotopvernetzung, zum Artenschutz und zur Gestaltung kommunaler Flächen (und die der Kirchen ?!) sollten geplant und auch umgesetzt werden. Eine Kooperation mit der örtlichen Landwirtschaft kann dabei sehr hilfreich sein. Ergänzend können Regelungen zur ökologischen Heckenpflege, zum Schutz von Streuobstbeständen und zur Renaturierung von Gewässern positiv wirken.
Ja, ich befürworte diese Forderung.
Wertvolle Feldhecken erhalten
Feldhecken sind vielfältige Biotope. Sie bieten Rückzugsräume in der offenen Landschaft, ermöglichen die Biotopverbünde, gliedern die Landschaft, erhöhen den Erlebnis- und Erholungswert von Karben, einer Stadt im Grünen. Wir wünschen uns für die Stadt Karben einen Pflege- und Unterhaltungsplan der vorhandenen Hecken initiieren, da wesentliche Teile der Hecken überaltert sind, von invasiven Arten beeinträchtigt werden an Artenreichtum verlieren und teilweise, mangels Pflege, in die angrenzenden Wege und privaten Grundstücke wachsen.
Ja, ich befürworte diese Forderung.
Attraktive Wanderwege anlegen.
Bewegung in der freien Natur ist eine gesunde Sache.
Karben bietet viele interessante Wanderziele, die zuweilen wenig Beachtung finden. Im Interesse des Naturschutzes sollte dabei auch eine annehmbare Besucherlenkung beachtet werden. Alle Wanderwege, die von den 7 Stadtteilen starten sollten einfache Kriterien beachten, die ohne großen Aufwand zu realisieren sind:
Aussichtspunkte auf die Stadtteile, die Wetterau oder den Taunus, einige Sitz- und Ruhebänke in der Sonne aber auch im Schatten, und diverse Wanderziele in der jahreszeitlichen Natur, an den Gewässern, der Geologie und der Kulturlandschaft. Initiativ haben wir bereits vor einigen Jahren mehrere Bänke in der Klein-Karbener Gemarkung gespendet.
Wegeführung und Ausstattung sollte mit den Ortsbeiräten realisiert und beworben werden.
Ja, ich befürworte diese Forderung.