Pressemeldung der linken Fraktion in der Stadtverordnetenversammlung Bad Vilbel
Einsicht ist der erste Schritt zur Besserung. Jedoch sollte diese dann auch in die richtige Richtung gehen.
Dass die Situation am Schöllberg, Richtung Innenstadt Bad Vilbel, für Fahrradfahrer*innen nicht optimal ist, hat die Fraktion Die Linke in der Stadtverordnetenversammlung in ihrem Eilantrag vom 02.06.2026, für eine Prüfung eines einspurigen, Ampelgesteuerten KFZ-Verkehrs, in der Stadtverordnetenversammlung bereits vorgetragen.
Die Dringlichkeit des Antrages wurde seitens der CDU/SPD Koalition, der FDP und AfD abgelehnt und er wurde nicht auf die Tagesordnung gesetzt.
Doch nun musste sich auch die Fraktion „Auto“ eingestehen, dass es so nicht weiter gehen kann. Die Straße ist zu eng, damit der Auto- und Radverkehr wirklich sicher koexistieren kann.
Jetzt wurde jedoch, statt die Situation für Radler*innen zu verbessern, die Strecke für sie vollständig gesperrt!
Dies ist an Arroganz kaum zu überbieten. Eine Alternative ist weder ausgeschildert noch wirklich ernst zu nehmen, denn es gibt nur einen langen, alltagsuntauglichen Umweg und die Fahrt durch den Wald mit dem Fahrrad, ist witterungsbedingt nicht immer möglich.
Gerade diese, nun für den Radverkehr gesperrte Strecke, ist ein Nadelöhr und eine wichtige Pendlerverbindung. Sie ist eben nicht nur als Strecke für Freizeitvergnügen zu verstehen. Der Potentialstudie des FRM6 ist zu entnehmen, dass die nun gesperrte Strecke, von mehreren tausend Radlern täglich genutzt wird.
Man muss schon wirklich tief in seinem Ledersessel im SUV versunken sein, um eine derartige Entscheidung zu fällen, wer auch immer die Verantwortung dafür trägt.
