„Markus Ruppel hat in seiner Mitteilung, die der Veröffentlichung in der BZ vom 11. 9. 2026 zu Grunde liegt, meiner Meinung nach mal wieder das getan, was der „Stadtverbandsvorsitzende“ „der CDU“ Markus Ruppel am besten kann: Zahlen so lange wie ein Hütchenspieler zu verdrehen, bis sie ihm in den Kram passen.“
Die Linke. offene Liste war bereits erstaunt, wie lange Markus Ruppel gebraucht hat, um diese Ansammlung von Zitaten in die BZ zu bringen. Strasheim-Weitz vermutet, dass die kurzfristig angesetzte Fahrraddemo (12. 9. ab 16.30 Uhr am Marktplatz) die CDU Butzbach unter Führung von Markus Ruppel massiv aus dem Takt gebracht hat. Diese Demo wurde am Anfang noch von den drei größten Fußballvereinen Butzbachs bezüglich der Fahrsicherheit, der zum Keltenhof fahrenden Kinder per Logo auf dem Aufruf unterstützt und am Wochenende überraschend wieder zurückgezogen. Stadtverordnete Servet Yildirim (aktiv im Sportkreis Wetterau) vermutet Druck von der Autofahrerpartei CDU Butzbach und verweist darauf, dass die CDU Butzbach bis heute die Fahrsicherheit der Kinder NICHT einmal erwähnt hat.
Was also soll das Ganze?
Dazu hier noch einmal eine Aufzählung der Fakten nach Meinung von Die Linke. offene Liste Butzbach:
Bereits 2021 beschloss das Butzbacher Parlament (beherrscht von der Arbeitsgemeinschaft SPD, CDU und FDP) den geplanten Radschnellweg FRM6 hinsichtlich des Endpunktes von Bad Nauheim auf Butzbach zu ändern (Hr. Ruppel war zu diesem Zeitpunkt 1. Stadtrat).
Daraufhin wurde 2024 eine Machbarkeitsstudie vom Regionalverband FrankfurtRheinMain erstellt, vorgestellt und beschlossen. 2025 (bereits unter Bürgermeister Huber) wurde noch einmal EINSTIMMIG über eine Änderung des Verlaufes (wegen des Keltenhofes) abgestimmt und der Regionalverband informiert um „die weiteren Schritte“ einzuleiten. Die damals angesprochene Konkurrenz von landwirtschaftlichen Fahrzeugen, Parken am Keltenhof und Fahrradverkehr wurde angesprochen aber als unverhältnismäßig nicht hinzugezogen.
Mit dem Ausbau des Schnellradweges wird „ungeplant und kostenlos“ der Weg von ca. 300 jungen Menschen pro Woche von Butzbach zu den Kunstrasenplätzen Keltenhof sicherer.
Bezüglich der Förderquote steht in der Einladung zur Stadtverordnetenversammlung am 15. 9. 2026 „Die Förderquote bei der Nahmobilitätsrichtlinie liegt in der Regel bei 75 %. Da der Abschnitt Teil der Raddirektverbindung FRM6 über unter anderem Bad Nauheim, Friedberg und Bad Vilbel bis Frankfurt ist, erhöht sich die Förderquote auf 85 %“(!!!).
Dass im Gesamtprojekt auch ohnehin erforderliche Arbeiten an der Straßendecke in Bereichen für den Kfz-Verkehr enthalten sind, für die es keine Förderung gibt, war und ist auch jedem klar gewesen und sollte einen ehemaligen 1. Stadtrat nicht zum Weinen bringen.
Das Fazit von Strasheim-Weitz: „Herr Ruppel hat nachweislich belegt durch Antworten von Seiten des Magistrats in der näheren Vergangenheit (Auseinandersetzung dasgute.haus eG im Oktober 2025, Hochhausfrage und Diskussion um kostenlose Kindergartenbetreuung im Februar 2026) versucht mit Fantasiezahlen Stimmung gegen ihm unliebsames Projekt zu machen. Jetzt sind scheinbar die bösen Fahrräder dran!
Das muss endlich aufhören. Die CDU Butzbach wäre gut beraten endlich etwas gegen die seltsame Vermischung von Parallelposten wie „Stadtverbandsvorsitzender“ und Magistrat zu unternehmen. Der Glaubwürdigkeit der CDU Butzbach und den zwei amtierenden „Co-Vorsitzenden“ der CDU würde das auf jeden Fall guttun.

aus Stadt Butzbach 2024: FRM6: Machbarkeitsstudie zum bisher längsten Radschnellweg in der Region liegt vor – Stadt Butzbach