Die Stadtverordnetenversammlung beauftragt den Magistrat, nach dem Vorbild der Stadt Griesheim ab 2027 das Angebot „Spielstraße auf Zeit“ in Karben einzuführen.
Anwohnerinnen und Anwohnern soll damit die Möglichkeit eröffnet werden, auf eigene Initiative einen Abschnitt ihrer Wohn- oder Anliegerstraße für einen Nachmittag zum Spielen und für nachbarschaftliche Begegnungen für den allgemeinen Fahrzeugverkehr sperren zu lassen. Die Stadt stellt hierfür ein unkompliziertes Antragsverfahren bereit und prüft auf Antrag die verkehrsrechtliche und praktische Durchführbarkeit.
Die Ausgestaltung soll sich am in Griesheim bewährten Modell orientieren:
- Das Angebot besteht von April bis September, in der Regel an Nachmittagen zwischen 13 und 18 Uhr. Die Durchführung soll nach Möglichkeit auch an Wochen-enden zugelassen werden.
- Die Initiative und Organisation des Spielnachmittags liegen bei den Anwohner/-innen, die auch die Nachbarschaft rechtzeitig informieren.
- Die Stadt übernimmt die erforderliche verkehrsrechtliche Genehmigung und stellt die notwendigen Absperrungen bereit. Das Angebot ist für die Antragstellenden kostenlos.
- Die Erreichbarkeit für Rettungsfahrzeuge bleibt jederzeit gewährleistet.
Begründung
Mit einer „Spielstraße auf Zeit“ können Kinder für einige Stunden ihre unmittelbare Wohnumgebung als Spielraum nutzen. Gleichzeitig bietet sich die Gelegenheit, Nachbarschaften zusammenzubringen und das Miteinander im Wohngebiet zu stärken. Dauerhafte Straßensperrungen oder bauliche Veränderungen sind dafür nicht erforderlich.
Neben einigen weiteren Kommunen bietet die in Größe und Struktur mit Karben vergleichbare Stadt Griesheim diese Möglichkeit seit vielen Jahren erfolgreich an. Dort können Anwohner/-innen einen Spielnachmittag in ihrer Straße beantragen und selbst organisieren. Die Stadt prüft die Durchführbarkeit, erteilt die erforderliche Genehmigung und stellt die notwendigen Absperrungen bereit.
Nach diesem Vorbild soll auch in Karben ein unkompliziertes Angebot geschaffen werden, das interessierte Nachbarschaften bei Bedarf nutzen können. Die Stadt muss dafür weder selbst Veranstaltungen organisieren noch im Voraus Straßen und Termine festlegen. So kann mit überschaubarem Aufwand ein zusätzliches Angebot für Familien und ein lebendiges Miteinander in den Wohngebieten entstehen.