Am 8. Mai, dem Jahrestag der Befreiung von Faschismus und Krieg, fanden bundesweit wieder Schulstreiks gegen die Wiedereinführung der Wehrpflicht statt. Auch in Friedberg wurde gestreikt. Und das, obwohl Schulleiter und Lehrer versucht hatten, die Teilnahme zu verbieten oder anderweitig zu unterbinden. Wenn Schüler:innen vorgeworfen wird, ein Streik sei undemokratisch, dann sollten diese Herrschaften mal das Grundgesetz lesen!
Bundesweit beteiligen sich junge Menschen an den Aktionen gegen die Wehrpflicht. Sie fordern eine Zukunft statt Hochrüstung und Kriegstüchtigkeit. Schon länger wirbt die Bundeswehr an Schulen. Den Jugendlichen werden eine gute Besoldung und Weiterbildungsmöglichkeiten in Aussicht gestellt. Das soll junge Menschen locken. Und natürlich ist das Angebot verlockend, wenn man keinen oder eine schlechten Ausbildungsplatz hat und die Zukunftsperspektiven nicht rosig sind. Wer wird zur Bundeswehr gehen? Die Kinder der Politiker und Reichen sicher nicht.
Die ungeheuren Militärausgaben gehen zu Lasten der Bildung: Wer Hunderte Milliarden für Militär und militärische Infrastruktur ausgibt, der wird die maroden Schulen nicht sanieren. Wird nicht genug Geld für Lehrkräfte haben. Wird Bildungseinrichtungen für den Nachwuchs der Wohlhabenden privatisieren und für den Rest den Rotstift ansetzen.
Merz will, dass die Bundeswehr die größte Armee Europas wird. Pistorius will Deutschland kriegstüchtig machen. Rheinmetall will, dass die Aktien weiter steigen.
Die Jugend aber braucht das alles nicht!
Die streikenden Jugendlichen wollen Friedensbildung. Sie wollen Geld für Bildung und Soziales.
Die Jugend braucht eine Zukunft!

